Agentur, Freelancer oder Baukasten: Was passt?

Von Emilian Leber · Veröffentlicht am 20. September 2026 · Aktualisiert am 20. September 2026

Kurz gesagt: Ein Baukasten passt, wenn du Zeit hast und die Website nur vorhanden sein muss. Ein Freelancer passt, wenn du genau weißt, was du willst, und Texte und Konzept selbst lieferst. Eine Agentur passt, wenn die Website Anfragen bringen soll und du dich nicht selbst darum kümmern willst.

Die drei Wege im Vergleich

 BaukastenFreelancerAgentur
KostenNiedrige monatliche Gebühr, dauerhaftMeist nach Stunden oder als PauschaleFestpreis oder Tagessätze – je nach Agentur sehr unterschiedlich
Deine ZeitHoch: Du baust, schreibst und pflegst alles selbstMittel: Du lieferst Texte, Bilder und EntscheidungenNiedrig: Du gibst frei
Texte und KonzeptSelbstOft selbstInklusive – sollte es zumindest sein
AuffindbarkeitGrundfunktionen, Rest selbstJe nach PersonTeil des Auftrags
RisikoSieht aus wie viele andere; Umzug später schwierigFällt die Person aus, steht das ProjektÜberbau, den kleine Betriebe mitbezahlen
Passt fürHobby, Verein ohne Budget, erster TestKlare Vorgaben, vorhandene InhalteBetriebe, für die die Website arbeiten soll

Wann ein Baukasten reicht

Wenn die Website nur beweisen soll, dass es dich gibt – Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer –, ist ein Baukasten eine ehrliche Lösung. Rechne aber deine eigene Zeit mit: Wer als Handwerksmeister drei Wochenenden an der Website sitzt, hat mehr ausgegeben, als die Rechnung zeigt. Und prüfe vorher, ob du Inhalte später mitnehmen kannst. Bei den meisten Baukästen geht das nicht.

Wann ein Freelancer die bessere Wahl ist

Gute Freelancer liefern hervorragende Arbeit zu fairen Preisen. Der Haken liegt selten im Können, sondern im Zuschnitt: Viele gestalten oder programmieren – aber schreiben keine Texte, richten kein Google-Unternehmensprofil ein und kümmern sich nicht um Auffindbarkeit. Wenn du diese Teile selbst abdeckst oder jemanden dafür hast, ist das ein guter Weg.

Wann sich eine Agentur lohnt

Sobald die Website ein Ziel hat: mehr Anfragen, bessere Bewerber, weniger Rückfragen am Telefon. Dann brauchst du Konzept, Texte, Gestaltung, Technik und Auffindbarkeit aus einer Hand – und jemanden, der nach dem Livegang erreichbar bleibt. Achte auf drei Dinge: einen Festpreis vor Projektstart, einen festen Ansprechpartner und Projekte, die du dir live ansehen kannst.

Und wo steht kursiv?

Bewusst dazwischen: Leistungsumfang einer Agentur, Struktur eines kleinen Studios. Ein Ansprechpartner, Festpreise, die offen auf der Website stehen, und eine Arbeitsweise mit KI-Unterstützung, die Projekte schneller und günstiger macht. Eine Website mit bis zu fünf Seiten inklusive Texten beginnt bei 1.490 € netto. Was wir nicht sind: die richtige Wahl für Konzerne, Großkampagnen oder Projekte, die ein zwanzigköpfiges Team brauchen.

Drei Fragen, die die Entscheidung abkürzen

  1. Soll die Website Anfragen bringen oder nur vorhanden sein? Nur vorhanden: Baukasten. Anfragen: Freelancer oder Agentur.
  2. Wer schreibt die Texte? Wenn die Antwort „ich, irgendwann" lautet, plane jemanden ein, der es übernimmt. An fehlenden Texten scheitern die meisten Website-Projekte.
  3. Wer kümmert sich in zwei Jahren darum? Eine Website ist nie fertig. Kläre vorab, wer Updates, Änderungen und Sicherungen übernimmt – und was das kostet.

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